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„Wir sind Pioniere!“

Neue Technologien sind für Andreas Hohnberg ein Weg zu mehr Qualität.





„Sortiertechnik ist wichtig, doch nicht alles!“





„Wir gehen natürlich gerne mit einem kleinen Vorsprung ins Rennen.“

Echt neugierig

Andreas Hohnberg spricht im Interview darüber, wie Technik die tägliche Arbeit vereinfacht und arriva hilft, sich ständig zu verbessern

dcs: Herr Hohnberg, man hört, dass in Ihren Sortiercentern auch schon mal andere Briefdienstleister vorbeischauen, um ein Auge auf Ihre Sortiermaschinen zu werfen. Reine Neugierde?
A. Hohnberg: Grundsätzlich ist das tatsächlich gar nicht so ungewöhnlich, denn aufgrund unserer deutschlandweiten Vernetzung arbeiten alle Briefdienste recht eng zusammen, um ein gutes nationales Zustellnetzwerk bieten zu können. Auch wir sind daher bei anderen Briefdiensten oft zu Gast, um uns auszutauschen und die Zusammenarbeit zu vertiefen. Aber es stimmt: wir durften seit Ende 2011 vermehrt Besucher von anderen nationalen, aber auch internationalen Briefdiensten begrüßen, die echt neugierig auf arriva waren. Die Neugierde gilt unseren neuen Sortiermaschinen von SIEMENS. Denn arriva war der erste private Briefdienst überhaupt in Deutschland, der sich für diese moderne Technik entschieden hat. Mittlerweile gibt es aufgrund der hervorragenden Leistung auch die ersten Nachahmer, die in solche Maschinen investiert haben...

dcs: Ist die verwendete Sortiertechnik eigentlich zentral für die „Leistung“ in der „Briefdienstleistung“?
A. Hohnberg: Sie spielt natürlich eine wichtige Rolle, ist jedoch nicht alles. Neben stärkerer Sortiertechnik sind nämlich sowohl unsere IT-Verarbeitungssysteme als auch unsere leistungsfähigen und lernwilligen Mitarbeiter in den letzten Jahren immer besser geworden. Durch unsere Sendungsverfolgung können wir unseren Kunden noch genauer Auskunft über den Verlauf und Status einer Sendung geben. Intern nutzen wir die verschiedenen Sendungsstatus in unserem umfangreichen Qualitätsmanagementsystem, um die Qualität in Sortierung und Zustellung weiter auszubauen. Ebenso ist es nun problemlos möglich, die Sortierung zwischen unseren Standorten zu verlagern, wenn sich beispielsweise an einem Standort technische Probleme ergeben. Dann kann einfach ein beliebiger anderer Standort die Sortierung übernehmen. Das schafft wirklich eine hohe Systemsicherheit und Qualität...

dcs: Jeder, der ein Navigationssystem im Auto hat, hat zumindest schon einmal von GPS gehört. Nun gibt es auch sogenannte GPS-Briefe. Aber was hat eine Ortungstechnologie eigentlich mit arriva und Briefverkehr zu tun?.
A. Hohnberg: Gute Frage! Wir nutzen diese Technologie, um unsere Testszenarien mit weiteren wichtigen Informationen anzureichern. Mehr als 2000 unserer 9000 jährlich versendeten Testsendungen enthalten zusätzlich einen GPS-Empfänger, der alle 10 Minuten eine Ortung durchführt und die Positionsdaten aufzeichnet. Wir können beispielweise genau erkennen, warum ein Brief nach Berlin einen Tag zu lang unterwegs war. Schwachpunkte in der Logistikkette mögen zwar vorkommen – aber wir sind mittlerweile extrem gut darin, sie zu finden und effektiv abzustellen! Auch in dieser Hinsicht hat uns unser Qualitätsbestreben zu einem richtigen Pionier im privaten Briefmarkt gemacht.

dcs: Viele Unternehmen empfinden es als Herausforderung, mit dem rapiden Wandel der Technologielandschaft Schritt zu halten. Was sehen Sie auf die Briefdienstleister im Allgemeinen – und arriva im Besonderen – in den nächsten Jahren zukommen?
A. Hohnberg: Nach wie vor setzen wir unseren Fokus stark auf qualitativ hochwertige Prozesse, die wir für entscheidend halten. Mit unserem TÜV-zertifizierten Qualitätsmanagements nach DIN 9001:2008 möchten wir unsere Prozesse weiter ausbauen. Wir orientieren uns hier stark an den Bedürfnissen unserer Kunden. Das heißt permanente Weiterentwicklung unserer Systemsoftware, mit der wir den Wünschen der Kunden gezielt nachkommen können. Aus technologischer Sicht arbeiten wir intensiv mit den Kunden an Schnittstellenlösungen für den Briefversand. Die Bandbreite reicht von der Aufbereitung von Datensätzen zur Vermeidung von Adressierungsfehlern über hybride Versandformen, bei welchen der Absender seine Sendungsdaten an uns oder ein Druckzentrum sendet, bis hin zu voll digitalen Lösungen. Alle Briefdienstleister werden sich in nächster Zeit mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen, doch wir gehen – ähnlich wie bei den Sortiermaschinen – natürlich gerne mit einem kleinen Vorsprung ins Rennen!